10.11.98

[Quelle: Heilbronner Stimme, 10.11.98, Seite 19]

Obereisesheim, zur Stadt Neckarsulm gehörig, hat sie seit langem: Die Umgehungsstraße.
Jetzt gibt es einen Vorbericht des Landes Baden-Württemberg zur Planung der
Umgehung Untereisesheim und Wimpfen: 5 Varianten, siehe Grafik.
Hier ist nur der Untereisesheim betreffende Teil gezeigt.

    Verlauf Kosten Entlastung
1
OST Durchs Neckartal sehr eng an Untereisesheim vorbei; dann wieder auf die jetzige Landstraße L1100; Umgehung von Wimpfen in einem großen Bogen von der Neckarbrücke durch einen Tunnel bergauf und weiter zum Ortsausgang Richtung Biberach und Rappenau.
142 Millionen DM
300 TDM/Jahr
38%
1a
OST Bei Untereisesheim wie Var. 1; bei Wimpfen ist die Umgehung als sehr langer Tunnel unter der Stadt hindurch ausgeführt; vom Wimpfener Gemeinderat früher bevorzugt.
168 Millionen DM
500 TDM/Jahr
38%
2
OST Durchs Neckartal wie Var. 1; dann aber an den Aussiedlerhöfen hinauf in Richtung Wimpfen und in weitem Bogen südlich um die Stadt herum zur Straße Richtung Rappenau.
80 Millionen DM
38%
3
OST Wie Var. 2, aber zusätzlich ein Anschluß von der Wimpfener Neckarbrücke her an die Wimpfener Umgehung mit einem kürzeren Tunnel.
101 Millionen DM
135 TDM/Jahr
38%
4
WEST Untereisesheim wird südlich an der Frankenhalle vorbei umfahren; Straßenführung um Wimpfen wie bei Var. 2.
21 Millionen DM
24%
5
WEST Wie Var. 4; in Wimpfen gibt es eine Anbindung von der Neckarbrücke wie bei Var. 3
56 Millionen DM
135 TDM/Jahr
45%

Für Untereisesheim läuft es auf zwei Varianten hinaus:

Wenn man bedenkt, daß die Var. 1, 1a, 2 und 4 für Untereisesheim und Wimpfen im Tal nur eine halbherzige Verkehrsentlastung darstellen, wird es sich wohl zwischen Var. 3 und Var. 5 entscheiden.

Das Straßenbauamt favorisiert nach einer Gesamtbewertung von Kosten, Nutzen, Umweltverträglichkeit usw. die Variante 5.

Die Gemeinden Bad Wimpfen und Untereisesheim sind jetzt zu einer Stellungnahme aufgefordert. Idealerweise sollten sich beide Orte für einen gemeinsamen Lösungsvorschlag aussprechen. Das letzte Wort hat als Geldgeber und Bauherr das Land Baden-Württemberg.

Bürgermeister und Gemeinderat müssen sich sicher erst noch an die vom Land jetzt bevorzugte Variante gewöhnen, da frühere Gutachten und Planungen immer von einer Ostumgehung im Neckartal ausgingen.