15.07.2005


Mit einer knappen Mitteilung hat das Regierungspräsidium jetzt über den Sachstand berichtet, u.a. auch über die Verlegung der Trassenführung im Bereich der Wimpfener Höhen-Höfe.

Diese Änderung ist das Sommerthema der Eisesheimer Bürgerinitiative EBI. "2500 Eisesheimer habe protestiert - Nichts ist passiert. 30 Wimpfener begehren kurz auf - Ein neuer Straßenverlauf." ist auf den Schildern zu lesen. Fast klingen schon jammernde Untertöne an.

Aber wieder einmal werden Tatsachen so gebogen, dass sie der EBI-Sache zu dienen scheinen. Denn es ist wohl kaum korrekt, das EBI-Anliegen eines völlig anderen Straßenverlaufs mit der jetzt eingeplanten geringfügigen Verschiebung der Trasse in einen Topf zu werfen. Was mit den 30 Wimpfener Unterschriften erreicht wurde, war, den Wimpfener Gemeinderat auf eine leicht zu realisierende Verbesserung hinzuweisen. Der Gemeinderat brachte das Anliegen dann erfolgreich bei der planenden Behörde vor. In Neckarsulm-Obereisesheim waren die 2500 Unterschriften überhaupt nicht nötig, um den dortigen Gemeinderat zu überzeugen: Neckarsulm war von Anfang an gegen die Westumgehung von Untereisesheim. Der Neckarsulmer Gemeinderat brachte das Anliegen dann erfolglos bei der planenden Behörde vor.

Die Westumgehung ist halt erwiesenermaßen die bessere Lösung!


Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart:

L 1100 / L 530, Neubau der Ortsumfahrung Untereisesheim-Bad Wimpfen - Anhörung der Träger öffentlicher Belange abgeschlossen und ausgewertet

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat nach Auswertung der Anhörung der Träger öffentlicher Belange den Genehmigungsentwurf für die Ortsumgehung von Untereisesheim und Bad Wimpfen fertiggestellt.

Der Anhörung lag die Planung der Raumtrasse "Fortschreibung Variante 5 A" (F 5A) zugrunde. Gegenüber dieser Vorzugsvariante gab es nun eine wichtige Änderung, die den südlichen Verlauf der Querspange von der L 1100 (Neckarbrücke) zur Westumfahrung auf der Gemarkung Bad Wimpfen betrifft. Der geplante Kreisverkehrsplatz auf der Umfahrung wird unter Beibehaltung der vorgesehenen Tunnelführung um ca. 300 m nach Osten verschoben, wodurch die Zerschneidung der Obstbaumwiesen und Naturgärten sowie die erhebliche Beeinträchtigung der Aussiedlerhöfe im Bereich der "Höhen Höfe" vermieden werden kann.

Allerdings ist die geänderte Führung der Querspange nur unter Inanspruchnahme von Teilbereichen des Landschaftsschutzgebietes "Altenberg-Mittelberg" möglich. In einem Anhörungstermin mit der unteren Naturschutzbehörde, den Naturschutzverbänden und Vertretern der Gemeinden Untereisesheim und Bad Wimpfen wurden deshalb die Vor- und Nachteile der beiden Alternativen eingehend erörtert. Unter den gegebenen Umständen wird ein Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet als verträgliche Lösung bewertet, da bei dieser Lösung die Austauschbeziehungen der Fauna zwischen den Gewannen Dornet, Geiger, Höhen Höfe und Merschbach weniger beeinträchtigt werden. Die vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen verbessern darüber hinaus die Biotopvernetzung dieser Bereiche.

Im kommenden August werden die Planunterlagen für die Variante F 5A mit den sich aus der Anhörung ergebenden Änderungen dem Innenministerium Baden-Württemberg zur Genehmigung vorgelegt. Die Kosten für den Bau der ca. 9 km langen Ortsumfahrung von Untereisesheim und Bad Wimpfen belaufen sich auf ca. 36 Mio. Euro.

Nach erfolgter Genehmigung durch das Innenministerium soll dann voraussichtlich Ende 2005 die Einleitung des erforderlichen Planfeststellungsverfahrens erfolgen.

Skizze Verlauf Variante F5A