21.02.04

Leserbrief in der Heilbronner Stimme:


EBI entgleist Protestspruch der EBI

Die "Eisesheimer Bürgerinitiative gegen die geplante Süd-West-Umfahrung" wurde bis jetzt von allen Seiten für ihre sachliche Arbeit gelobt. Und bei diesem Stil soll es auch bleiben. Passend zur fünften Jahreszeit haben wir nun an verschiedenen Stellen einen Protestspruch angebracht. Wir gehen davon aus, dass in einer Faschingshochburg damit humorvoll umgegangen wird. Der Sinn von Faschingssprüchen ist unter anderem der bewusst respektlose Umgang mit öffentlichen Personen und die starke Vereinfachung komplexer Sachverhalte. Unsere Frage

"Lasotta = Erst LA, LA, dann SO, SO, und dann TA, TA! TA, TA! Ist nur etwas für Wimpfen da?" drückt folgende Erkenntnisse und Sorgen aus: LAsst noch etwas Zeit vergehen und LAngsam wird allen klar werden: SO, wie es viele Eisesheimer wollen, SOll es vielleicht nicht kommen. Warum? TAtsache ist der mächtige Wunsch der "Bad"-Freunde: TAschenspielern gleich denken sie an ihren Vorteil, TArnen sich hinter Schweigen und ignorieren, dass TAlwärts im Osten die beste Lösung für viele liegt. Stellt sich später - zum allgemeinen Entsetzen - heraus: Es ist nur was für Wimpfen da?

Gleichzeitig äußern wir mit unserem Protestspruch allerdings auch unseren Unmut über den Umgang von Herrn Dr. Lasotta mit der Eisesheimer Bürgerinitiative. So wurden zum Beispiel bei einem langfristig vereinbarten Gesprächstermin - der auf seinen Wunsch nichtöffentlich war bei unserem Kommen auf eine (dann nicht auffindbare) Mail wegen Terminnot verwiesen oder unsere schriftliche Rückfrage zur Planwagenfahrt mit den Fraktionsvorsitzenden oder -Vertretern einfach nicht beantwortet. Wir sind weiterhin für die Ostumfahrung von Untereisesheim. Diese würde auch im ersten Bauabschnitt - bei dem es sicherlich jahrzehntelang bleiben wird - eine Entlastung für viele Mitbürger bedeuten.

Wolfgang Klenck, Obereisesheim,
Sprechergruppe der EBI


Mit ihrer Polemik gegen einen einzelnen Landtagsabgeordneten bringt die neueste Plakataktion der EBI eine bisher nicht dagewesene "Qualität" in die Debatte. Ich kann sowas nur als peinliche Entgleisung bezeichnen.

Dieser Leserbrief macht die Sache auch nicht besser. Der letzte Abschnitt zeigt meines Erachtens den wahren Beweggrund: Verletzte Eitelkeit! Die beiden ersten Abschnitte mit ihrem dummen Stolz auf die "närrische" Idee und mit entschuldigend klingenden Erklärungsversuchen wollen wir mal schnell vergessen!

Wenn das ganze nur eine Faschingsidee war, müssten die Plakate ja am Aschermittwoch wieder verschwinden. Man wagt es nicht zu hoffen.



Nachtrag vom 26.02.04: Zumindest die beiden Plakate an der Straße wurden inzwischen entfernt. Immerhin!