10.01.2003


Gemeinde fragt

Zu Beginn des neuen Jahres fand sich im Briefkasten ein Fragebogen der Gemeindeverwaltung, mit dem das Interesse am und die Einstellung zum Thema Umgehungsstraße kurz und bündig abgefragt wurden. Ob das Ergebnis wohl mal bekannt wird?

Nachtrag vom 21.03.03, das Ergebnis:
Was sagt uns das?


Leserbrieffront:

Am 09.01.03 meldete sich noch einmal Herr Schiller aus Wimpfen / Friedrichshall:


Unendliche Story

Eine Trasse, ganz am Neckar entlang, wäre die eleganteste Lösung. Trasse A, über Obereisesheim nach Wimpfen, würde Neckarsulmer Geld und Obereisesheimer Land kosten. Trasse C, kurz am Neckar entlang und dann am Rande der Untereisesheimer Gemarkung hoch nach Bad Wimpfen, ist die gerechteste und günstigste Variante. Dies würde aber Untereisesheim Geld und Land für die eigene Umgehung kosten und am Neckar einige Anwohner verärgern. Um dies zu erschweren, ist dort schnell Bauland ausgewiesen worden.

Nachdem Untereisesheim auf die Trasse A verzichtet, hat Neckarsulm vor lauter Freude Trasse F ausarbeiten lassen, doch kurz am Neckar entlang und dann links hoch durch den Berg, wo der Sender steht, ist alles Landschaftsschutzgebiet. Dahinter liegt bestes Ackerland. Also voll über Bad Wimpfener Gemarkung. So wird den Wimpfenern vorgeschrieben, was sie auf ihrem Land zu tun und zu lassen haben.

Neckarsulm hat diese Eingebung auch dem Regierungspräsidium im Alleingang angebiedert. Dazu sage ich: Umgehung Untereisesheim auf Kosten der Wimpfener? Nein.

Volker Schiller, Bad Friedrichshall



Herr Riemer aus Untereisesheim (Westrand) nahm dazu Stellung:


Eine Lösung finden

Umgehung Untereisesheim auf Kosten der Wimpfener: Nein! Warum nicht? Worum geht es hier denn eigentlich? Wer verliert denn seinen Status "Bad" für den Fall, dass die Abgase in Bad Wimpfen nicht reduziert werden und der Verkehr nicht um Bad Wimpfen herum geleitet wird? Untereisesheim und Bad Wimpfen müssen eine Lösung finden, denn diese Trasse ist zum Wohle dieser beiden Gemeinden und deren Bürger. Außen vor bleiben muss Obereisesheim, da es für diese Gemeinde nur Nachteile gibt.

Wolfgang Riemer, Untereisesheim



Das Entschlossene "Nein" von H. Schiller reiht sich nahtlos ein in die vielen anderen Neins, die den verschiedenen Varianten der Umgehungsstraße von den jeweiligen Gegnern entgegengeschleudert werden. Nur der Verfasser dieser Internetseiten setzt dem ein energisches JA! für die Trasse A entgegen, solange er nicht zu seiner Meinung zu C und F gefragt wird (gell?).

Einen kleinen Seitenhieb zu dem Text von H. Schiller kann ich mir aber nicht verkneifen und formuliere einen seiner Sätze formal etwas um: "Um zu erschweren, dass am Neckar einige Anwohner verärgert werden, ist dort schnell Bauland ausgewiesen worden." Ob er das wohl so gemeint hat? Und von einem Verzicht Untereisesheims auf die Trasse A höre ich auch das erste Mal.